Periimplantitis – Gefahr für ein Implantat

Erste Anzeichen einer Periimplantitis sind Rötung, Blutung und Schwellung des implantatumgebenden Zahnfleisches. Die Symptome einer Periimplantitis sind von Patienten nur schwer zu erkennen, da sie meist schmerzlos sind. Zu Beginn ist die Infektion noch auf das Weichgewebe beschränkt. Es kommt zu einer periimplantären Taschenbildung und Schädigung des Bindegewebes. Bei fortgeschrittenem Verlauf der Entzündung wird die Periimplantitis eine Gefahr für ein Implantat. Der an das Implantat angrenzende Knochen wird angegriffen.

Je früher eine Periimplantitis diagnostiziert wird, umso höher sind die Chancen einer erfolgreichen Therapie. Bei rechtzeitiger Diagnose kann der gefürchtete Knochenabbau um die Implantate verhindert werden. Die Aufklärung des Patienten spielt eine besondere Rolle. Er muss bereit sein, die Implantatpflege zu optimieren, da eine mangelnde Pflege das größte Risiko für das Entstehen der Periimplantitis ist. Probleme lassen sich nur mit einem strukturierten Nachsorgekonzept und einem systematischen, engmaschigen Recall vermeiden

In der Initialphase werden die Bakterien und die entzündungsauslösenden Keime auf der Implantatoberfläche entfernt und anschließend die kontaminierte Oberfläche desinfiziert. Diese Reinigung kann mit einer Antibiotikagabe unterstützt werden, um die akute Entzündung zu behandeln. Auf die Ursache der Periimplantitis hat die Antibiotikagabe jedoch keinen Einfluss.

Es werden Rauigkeiten und Ablagerungen am Implantat abgetragen und eventuelle Schmutznischen entfernt, um erneuter Plaqueanlagerung vorzubeugen. Nach diesen antiseptischen Maßnahmen können weitere möglichst minimalinvasive Schritte erfolgen. Bei Knochenverlust muss zusätzlich chirurgisch interveniert werden. Therapieziel ist eine Situation ohne klinische Entzündungszeichen und die Aufrechterhaltung der Implantatfunktion sowie ein Band befestigter Schleimhaut um das Implantat zu schaffen.